wirklich

Und manches wird wirklich wieder. Gesundung in einem Maße, das ich vier Jahre lang mir zu träumen versagt habe.

Bitte bleib. Zumindest ein Weilchen. Zumindest ab und an.

Sela.

Wo möglich

Am Abend den Tag loben und mich an mir und dem was wieder geht freuen. Nur für früh ins Bett ists längst zu spät. Morgen. Gleich. Wieder. Neu.

(Mich langsam wieder ein-schreiben. Kommaregeln und Rest-Orthografie kommen später zurück. Wo möglich.)

Sommerglück

Diese tiefe Liebe zu diesen Tagen mit so viel Licht. Und zum Walnussbaum, der zwar nur kryptische Nüsse fallen lässt, aber selbst den heißesten Tag erträglich macht und beschirmt.

Halt

Eine Verlustmeldung, eine Diagnose, eine OP-Ankündigung und zweimal Trauer zum Quadrat: Fünf Menschen berg ich an meinem Herzen. Warum? Wozu? Was weiß ich. Es fühlt sich halt genau so an.

Rosen-Montag

Die Hängemattensaison begonnen. Zugvögeln zugewunken. Krokusse umkurvt. Rosen geschnitten. Schneeglöckchen sichtbar gemacht. Dem Apfelbaumschnitt näher gekommen.

Aufgeatmet. Gedankt.

22 aus 2022

Das Folgende hab ich soeben zwischen Kochen (Kartoffeln! s.u.) und Aufräumen und im Pyjama auf die Schnelle aufgeschrieben und drück jetzt auf den VeröffentlichButton. Also: wenns sprachlich hakt: Den kleinen Rückblick gibts nur so oder gar nicht. Denn Morgen ist zwar auch nur n Tag später und halt doch ein neues Jahr. Und Abgabetermin ist Abgabetermin. (:

In diesem Kalenderjahr…

hält mich das Weltgeschehen in Atem, dass mit Ländernamen (Ukraine, Iran, um nur die brennendsten zu nennen) konkretisiert werden kann und doch an so vielen Tagen so abstrakt bleibt und hilflos stumm macht,

durfte ich dreimal Meer sehen: sechs Tage, anderthalb und zwei Tage. Nirgends sonst fühl ich mich so direkt so umfassend glücklich und bei mir und nichtig und wesentlich. Ach Meer!

waren der Reisegefährte und ich fast sechs Wochen räumlich voneinander getrennt, zum ersten Mal seit dreizehn Jahren. Was für ne Zeit: das Abschiedsweh in den zwei Wochen davor, die Art des Vermissens und Nicht-Vermissens zwischendrin, das Glück, Nähe auch in der Ferne zu erleben, das gute Gefühl, alleine immer noch und erfreulich vollständig zu sein, die neu entdeckte gemeinsame Telefonweise, die Feier des Wiedersehens,

mit denen, mit denen pandemie-einschätzungs-bedingt alles kompliziert war, im Sommer ein tolles Gartenwochenende zelebriert und jetzt Weihnachten gefeiert, als wäre da nix gewesen. And so it goes,

mit dem Verlust des Alten Oechers weitergelebt. Der Schmerz tönt weiter, aber leiser. Und das ist okay,

zwei Tage Fortbildung zu visuellen Notizen genossen. Weiter dran geblieben,

große Hängemattenliebe, nach wie vor. Mit einer leichten Reisehängematte zweimal im Winterwald gewesen. Zwei halbe Stunden Riesenglück,

neue Kartoffelliebe. Und Gemüse. Und Salat,

Das erste Mal vom erwachsenen Patenkind etwas aus dem Urlaub mitgebracht bekommen. Und dann auch noch eine so schöne Tasse. <3 Überhaupt: große Niften- und Patenkinderliebe

das erste Jahr seit sehr langem ohne felide Mitbewohner*innen überstanden. Ach ach ach. Dafür drei Zeiten mit der erstaunlich wundervollen Gastkatze,

die Häkelliebe weiter gesponnen. (Oder so),

wieder viel über mich gelernt. Und es geht weiter, Schritt für Schritt. Einiges endlich kapiert. Es lebe das fortge-schritt-ene Alter.

Eine Nacht mit einem der engsten Studienfreunde durchgequatscht. Jetzt ist es wieder okay, ihn erst in 25 Jahren wiederzusehen.

Dankbar für das erste komplette Jahr mit wesentlich jüngerer Chefin und jüngeren Kolleginnen und die Unkompliziertheit und Digitalität und Wertschätzungskultur.

Mit dem Reisegefährten unterwegs gewesen. In Nordmazedonien und in Frankreich,

so wenig von meinem Jahr auf Insta festgehalten wie noch nie. Mal gucken, ob ich nochmal den Dreh finde,

das Haareschneiden auf meinem und dem zusammenwohnenden Kopf wieder in professionelle Hände zurück gegeben,

bin ich zwei Wochen von einer Covid-Infektion gebeutelt gewesen,

habe insgesamt und aus Gründen nur einen kleinen persönlichen Horizont gehabt und weniger Menschen getroffen, als pandemiebedingt wieder möglich gewesen wäre. Mich manchen Menschen trotzdem nah und verbunden gefühlt,

wenig hier aufgeschrieben. Viele Hörbücher und Podcasts gehört. Manche Bücher zusätzlich auf Papier gekauft,

einige Male häufiger als im bisherigen Lebensdurchschnitt Nein gesagt.

waren zu Beginn bis zu neun Waldohreulen im Garten und sind seit ein paar Tagen mindestens drei zum dritten Mal hier. \o/

_______________________________________ (und dann ist kurz vor Kalenderwechsel, genau genommen: heute, mein sozusagen sechster Papst gestorben. Dem alten Mann Frieden für seine Seele. Und keine Heiligsprechung, bitte. Amen.)

Tempo

Schritt für Schritt für Schritt für Schritt für Schritt für Schritt für Schritt für Schritt für Schritt