Papstlose Zeiten

So hört sich das also an, wenn es keinen Papst gibt. Im Hochgebet in der Messe, an zentraler Stelle des zentralen Ritus sozusagen, heißt es zwischen Rücktritt und Neuwahl in Rom: „Gedenke deiner Kirche auf der ganzen Erde und vollende dein Volk in der Liebe, vereint mit unserem Bischof Reinhard (o.a.) und allen Bischöfen, allen Priestern und Diakonen, und allen, die zum Dienst in der Kirche bestellt sind.“
Es gibt in der Zeit ohne Papst in der Messe also keinerlei Hinweis darauf, dass es gerade keinen Papst gibt, der sonst namentlich vor dem Ortsbischof genannt würde, „vereint mit unserem Papst Benedikt und unserem Bischof…“. So fällt höchstens Insidern auf, dass etwas anders ist. Wer in diesen Tagen erstmalig eine Eucharistiefeier der katholischen Kirche besucht, könnte also denken: Schön. Es wird die ganze Weltkirche zitiert und vergegenwärtigt. Sie ist repräsentiert durch den Bischof vor Ort und alle Bischöfe weltweit.

Fehlt da was?

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