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Jetzt habe ich erstaunlicherweise schon 28 Tage durchgehalten und täglich etwas hier aufgeschrieben, da beginnen morgen meine jährlichen Exerzitien, in denen ich mich regelmäßig konsequent von aller normalen Kommunikation abmelde und Pause mache. Da Exerzitien ja aber auch nichts anderes heißt als „Übungen“ und hier so gesehen grad ein großes Jahresexerzitienprojekt zumindest mit Blick auf meine Konsequenz freundlich angelaufen ist, mach ich in den nächsten Tagen keine Blogpause.
Ich nehme erstmalig an Straßenexerzitien teil. Das wird eh ganz anders als sonst. So sehr ich grade erschöpft bin und mich nach dicken Klostermauern oder – wie in den letzten Jahren – einem schönen Haus am Meer sehne, wo ich schlafen, gehen, aufatmen, schreiben und, ja, auch beten kann, habe ich ab morgen nur nachts eine Rückzugmöglichkeit und bin ansonsten auf der Straße unterwegs, um Gott zu treffen. Oder mich treffen zu lassen. Ob das für dieses Jahr überhaupt die richtige Veranstaltung ist? Zählen Schlummerstunden auf Parkbänken als geistliche Übungen?
Ich bin sehr gespannt und tu heute Nacht anscheinend noch einiges, um auch so gar nicht ausgeschlafen diese Veranstaltung zu beginnen.
Für meine neue tägliche Bloggerei hab ich jedenfalls folgendes entschieden: Mindestens ein Foto, womöglich auch mit einem oder zwei Sätzen, wird es hier täglich geben. Also: Weiter gehts.

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