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Ein Homeoffice-Tag, der bis 16:30 Uhr im Wesentlichen aus Arbeit bestand, wie es sich gehört. Da der Reisegefährte heute auch Zuhause arbeitete, wich ich ins wärmere aber ruhigere Zimmer aus. Das hatte Vorteile: Weniger Ablenkung und ein paar Schritte mehr Bewegung, um neues Wasser zu holen oder mal kurz den Kopf in den Garten zu stecken. 

Das Wochenende begann mit Gartenarbeit. Zum Glück hatte es sich so weit abgekühlt, dass es endlich möglich war, den Rasen zu mähen, ohne dass er braune Stellen bekommen dürfte. Anschließend ging es einigen Büschen an die Spitzen: Nachdem es einige Jahre so aussah, als würde in diesem Garten nichts wachsen, verwandelt er sich dieses Jahr urplötzlich in einen Dschungel. Leider kam mir die wilde Brombeere, die an den unmöglichsten Stellen des Gartens auftaucht so in die Quere, dass meine Schulter jetzt nach Katzennahkampf aussieht. Sommerbeine hieß das früher mit ähnlichen Wunden, aber eben an anderen Extremitäten.

Es war schon Abend, als ich zur Nachbarin ging, um mich ausführlicher als kurz nach Rückkehr letzten Sonntag fürs Katzensitten zu bedanken. Nach nettem Plausch glühte der Himmel und verführte mich zu einem Minispaziergang, um meine Lieblingsbaumreihe und den Ölberg vor dieser Kulisse zu fotografieren. Vor 10 Jahren hätte ich solche Himmelsfarben kurz zur Kenntnis genommen und fertig. Seit einigen Jahren machen sie mich regelmäßig euphorisch. 

Zurück Zuhause hatte der Reisefährte gekocht, seine MangoChalottenSpeckSauce mit Scampi zu Spaghetti. Yummie. Wir bereiteten anschließend noch einiges für die morgige Feier vor. Die dritte Feier mit einer etwas größeren Gruppe Leute seit Mitte Juni. Und zum dritten Mal verleitet uns der Wetterbericht dazu, die Gartentische ins Wohnzimmer zu tragen. Ist das nicht eigentlich dieser heiße Sommer? Nun denn. 

Jetzt sind Nudelsalat und Knoblauchbutter fertig, Küchen- und Wohnzimmertisch aufgeräumt. Zwischendurch immer mal wieder die Kühle draußen genossen: Die Hitze ist inzwischen leider in der Wohnung angekommen und katzentechnisch können wir nachts nicht richtig lüften. Das geht zum Glück aber im Schlafzimmer. Und da geht es jetzt endlich hin.

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Das Erschreckende des Tages:
Der Reisegefährte und ich freuen uns neuerdings an unkrautfreien Terrassenfugen, die uns jahrelang höchstens in den Augen unserer Mütter auffielen. Das wird doch nicht das Ende sein? 

  
 

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