Aufwachen (149/366)

Ich muss mir mal wieder eine neue Weckvariante ausdenken: Die momentane Kombination aus Zeitabstand und Weckton hat ausgerechnet heute bei der Konferenz dermaßen versagt, dass mein Zimmernachbar kurz davor war, eine Axt für meine Zimmertür zu organisieren. Ich bin nicht mal in den bekannten Snooze-Tiefschlaf verfallen, in dem ich nicht mehr mitbekomme, dass ich alle neun Minuten eine kurze Bewegung mache. Der Wecker lief wohl ca. eine halbe Stunde am Stück, so dass der Zimmernachbar auch den Satz formulierte: „Die Drogen, mit denen man das nicht hört, hätte ich auch gern.“ Ich selber wurde erst zwei Stunden später schweißgebadet wach: Keine Ahnung, was ich da im Schlaf abgearbeitet habe.

Am Morgen dann zwei Todesnachrichten von nur entfernt bekannten Menschen. Die vom ungefähr Gleichaltrigen mit sehr schwachem Herzen geht immer noch nach und nah. Leben ist bei aller Selbstverständlichkeit nicht einfach vorauszusetzen.

Auf dem Rückweg aus Köln einen Umweg gefahren, um eine Kollegin nach Hause zu bringen. Muss man ja auch eigentlich nicht, wenn es locker 15 km mehr sind. Aber so hatten wir noch Zeit zum Reden und ich habe eine Ecke Bonns erstmalig gesehen und meine Ortskenntnis erweitert.

Zuhause, vor der Homeoffice-Einheit, genossen, wie die Katzen ein paar Wege in der Sonne genießen. Und die Abholung eines Paketes bei der Post für den zweiten Umweg des Tages genutzt, um ein paar Schritte zu gehen und die freundliche Beleuchtung der Gegend anzugucken.
Licht & Luft & Weite geatmet…

 …und einen neuen Ölbergblick für die persönliche Sammlung festgehalten.

Später dann endlich gesehen: Eine Aufnahme des choreographischen Konzertes der 4 Elemente  von J.-F. Rebel und der Vier Jahreszeiten von Vivaldi, die hier schon ewig als DVD lagen. Der Oberohrwurm von Vivaldi begeisterte mich dabei mehr als die Interpretation des Stückes von Rebel. Hier der Trailer zur Aufnahme:

Ich komme selber selten von alleine darauf, mir irgendeine Form von Ballett und Tanzperformance anzusehen, aber wenn es mir begegnet, zumal in moderner, expressiver Variante, fasziniert es mich meistens, so auch hier. Und gerade ein so bekanntes Stück um eine Interpretationsmöglichkeit erweitert zu erleben: Danke, danke.

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