Yellowstone (241/366)

Und es gibt diese Orte, die man aus Gründen mehr liebt als andere. Weil es dort besondere Augenblicke gab, oder weil Wege plötzlich klar vor einem lagen. Um nur zwei von vielen möglichen Beispiele zu nennen.

Und es gibt diese Orte, bei denen man nicht recht fassen kann, was ihre besondere Anziehungskraft ausmacht. Warum man sich in sie verliebt hat und weiche Knie bekommt, wenn man dort ist und ab und zu seufzen muss, weil man so selten da sein kann.

Ich versteh das nicht. Ich bin nur grad noch mal glücklich und mit weichen Knien an einem meiner derartigen Lieblingsorte.

Ob eine Rolle spielt, dass die Erde hier so dünn und porös ist? Durchlässig für Innerstes? Und jeden Moment explodieren könnte, es aber höchst wahrscheinlich die nächsten paar 100 000 Jahre nicht tut? Ist es, weil diese Erdwunden großartige Farben hervorbringen? Und weil hier für eine ganze Reihe besonderer Tiere ein Leben in Freiheit und ihren natürlichen Bedingungen möglich ist, die ihnen an wenig anderen Orten so zugestanden wird?

Womöglich fließen all diese Aspekte in meine große Yellowstone-Liebe mit ein. Aber die Sache mit den weichen Knien, die ist nicht allein die Summe all dessen. Ich hör lieber auf, sie ganz verstehen zu wollen. Ich feiere sie.

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