Kraftwerkbegegnung (301/366)

Und es gibt Menschen, die fahren nach Hause und sehen erstmal das:  

Braunkohlekraftwerk Niederaußem


Auch wenn ich vermute, dass man das mit der Zeit gar nicht mehr so massiv wahrnimmt und womöglich von Infrastruktur und Jobs profitiert, erschrak ich doch sehr, als ein Stück gesperrter Autobahn mich auf die Route durch diesen Ort brachte. So hässlich, so aufdringlich, so ungesund sieht das für mich aus. 
Heute Abend lerne ich, dass das Kraftwerk in Niederaußem das zweitleistungsstärkste in Deutschland ist, entsprechend viel C02 rauslässt und den zweithöchsten Kühlturm der Welt hat, Mit 200 m zwei Meter kürzer als einer in Indien. (Quelle: Wikipedia)

Menschen leben noch unter schlimmeren Bedingungen, keine Frage. Und die Energiefrage ist komplex. Aber ob Menschen aus Niederaußem Windräder auch als Verschandelung von Landschaft ansehen würden, würde mich mal interessieren.

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4 Gedanken zu „Kraftwerkbegegnung (301/366)

  1. kat+susann

    Gute Frage! Gegen Windräder scheinen oft die zu sein, die so etwas noch nie gesehen haben , die noch nie in Kohleförderungsstädten gewesen sind, die noch nie die bedrohlichkeit eines AKWs gespürt haben. Die, die sowieso in einer perfekten Umgebung wohnen. „Strom brauch ich, klar, und einen superhandyempfang, aber bitte nicht vor meiner Haustür“. Und im übrigen, ich finde Windräder manchmal fast ästhetisch. Kat.

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