Längster Tag (21.6.2016)

Mir wird ein wenig weh ums Herz, wenn ich dran denke, dass die Tage ab jetzt wieder kürzer werden. Dann lächel ich den Gedanken weg: Das dauert noch. Und es ist grad wunderbar mit so viel Tageslicht. Also, liebe Oecherin, genieß das bitte, statt darüber zu trauern, dass es irgendwann wieder um 17:00 Uhr dunkel ist.

Küchenpsychologisch hab ich mir mal ausgedacht, dass meine Lange-Tage-Liebe mit davon geprägt sein könnte, dass ich zum Sommeranfang und an einem der längsten Tage des Jahres geboren wurde. Ob es da profunde Theorien zu gibt? Auch egal. Ein sonniges Gemüt hab ich leider trotzdem nicht.
Für mehr Küchenpsychologie habe ich nach Wetterdaten aus meinem Geburtsjahr gesucht und was gefunden.Witziger Weise finde ich dort für die Tage rund um meine Geburt und die ersten Wochen danach ein ähnliches Wetter wie in diesem Jahr, jedenfalls nur selten mit Temperaturen über 20 Grad. Heiß wurde es erst Ende Juli mal kurz und viel mehr hab ich mir nicht im Detail angeschaut. Die Bestätigung für meine These hab ich ja schon gefunden: meine Abneigung gegen sehr heißes Wetter. Ja, das hätte ich wahrscheinlich auch im Kaffeesatz lesen können. War aber grad keiner da.

Egal, wo es her kommt: Die langen Tage tun meiner Seele aufs Ganze gesehen besser als viel Dunkelheit. So sehr ich Herbstfarben liebe und streckenweise lieber drinnen als draußen bin, bin ich letzteres halt auch gerne, wenn ich im Zimmer noch kein Licht anmachen muss.

Also feier ich die Tage dieser Wochen gerade von Herzen.

 

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