WmdedgT Juli 2016

WmdedgT bedeutet „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ und Frau Brüllen stellt nicht nur diese Frage, sondern sammelt auch die Antworten.

Mein Wecker geht ab 6:15 Uhr, der Reisegefährte erinnert mich, dass ich heute vor ihm aufstehen wollte. Langsam dämmert es mir, und ich mach das dann auch. Die Zeit bis zu meinem Aufbruch um 08:00 Uhr ist großzügig berechnet, trotzdem wird es zum Schluss immer knapp: Zustände, die ich inzwischen mit einem Grinsen akzeptiere. Leider muss der Reisegefährte da auch los und wir haben beide keinen zeitlichen Spielraum, darauf zu warten, dass die Katzen von ihrer Morgenrunde zurückkommen. Da der Kater immer noch seine sehr ängstlichen Phasen hat, war er noch nie den ganzen Tag draußen. Hm.
Aber erstmal muss ich zum Zahnarzt, komme so grad noch pünktlich an und bekomm endlich meine erste Brücke eingesetzt: Der eine Pfeiler hat mich die letzte Woche sehr gepiesackt. Ich hoffe, er beruhigt sich jetzt bald wieder.
Anschließend fahre ich in der Nähe des Zahnarztes zu einem großen Supermarkt und kaufe für das abendliche dienstliche Gartenfest den Kofferraum voll: Bis aufs Grillfleisch machen wir dieses Jahr viel selber. Für die Grillkohle muss ich anschließend in den Getränkemarkt und dann leider in noch einen Laden, da  mir noch eine Sache fehlt. Inzwischen ist es 10:30 Uhr und ich fahre einen mittellangen Umweg nach Hause, lasse die Katzen ins Haus, die beide sofort maunzend angerannt kommen.
Auf dem Weg ins Büro mache ich den nächsten Zeitrafferfilm von meinen Arbeitswegen: Zeitraffer find ich grad großartig, auch wie 20 min im Auto auf 20 Sekunden zusammenschmilzen. Mit einer Halterung fürs Telefon ist die Aufnahme auch kein Sicherheitsproblem. Zwei von vier Varianten hab ich damit schon aufgenommen.
Kurz nach 11:00 Uhr bin ich im Büro angekommen, die ersten sind schon in der Küche zugange, ich erledige erst noch einige Telefonate und Mails und stoße dann dazu. Bis 14:00 Uhr werden große Mengen Kartoffeln, Salat und Schafskäse zu diversen Leckereien vorbereitet.
Danach ist etwas Pause für mich, ich packe zwei Geschenke für den morgigen Geburtstag des Reisegefährten ein und esse ein paar Nüsse. Dann ist die Pause auch schon wieder rum, ich erledige einige weitere Mails und räume die Küche vom mittäglichen Schnibbeln fertig aus.
Ab 16:00 Uhr trudeln der Kollege und weitere Beteiligte ein und das Rätselraten beginnt, ob wir ab 18:20 Uhr wirklich draußen feiern können. Meine WetterApp ist seit zwei Tagen fest davon überzeugt. Der Niederschlag, der ab und zu runterkommt, erzählt dasselbe wie der Wetterbericht im Radio: Geht nicht. Schließlich wagen wir es doch: Laut Regenradar sollte es wirklich klappen können – und klappt. Und wird sehr schön mit bis knapp über 50 Leuten. Ab 21:30 Uhr gibt es ein paar Leute, die ab und zu was aufräumen und schonmal ne Spülmaschine anmachen. Ab 23:00 Uhr ist nur noch Aufräumen angesagt, es gibt genug Hände, die mit anpacken und ganz knapp hätte ich es geschafft, dem Reisegefährten auf dem Rückweg pünktlich das erste Geburtstagsständchen zu singen. So stimm ich es erst um 0:03 Uhr an. Und bin trotzdem die erste. Auf dem Heimweg seh ich ein Reh am Straßenrand und versuche entgegenkommende Fahrzeuge durch Lichthupe darauf vorzubereiten. Hoffentlich sind sie nicht zu schnell weiter durch den Wald gefahren.
Nach Arbeitstagen wie diesen brauch ich immer eine ganze Weile, um runterzukommen. So schreib ich grad meinen Tag auf, während der Reisegefährte nach dem Dreiviertelstündchen, das wir noch gemeinsam hatten, schon schläft. Die Katzen sind mit bei mir im Zimmer und putzen sich für die Nacht. Oder einfach so.

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