Notizen vom 26.7.2016

Ein langer Tag im Büro, die meiste Zeit mit dem Rücken zum Fenster.
Oecherin: „Ich muss jetzt aber los, ich muss noch den Rasen mähen.“
Alius: „Ach, das kannst du vergessen: Es hat doch den ganzen Nachmittag geregnet.“

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Zwischendurch ein Anruf beim Arzt, wie die Blutwerte gestern bei der Routineuntersuchung waren und was die 24-Stunden-Blutdruckmessung ergeben hat.
Die MTA sagt: „Ich geb Ihnen meinen Chef.“
Dann wird der Hörer zugehalten und anscheinend ne ganze Weile beraten oder die Ergebnisse gesucht, oder was immer. „Sieht doch gar nicht so schlecht aus“, sind die einzigen Worte, die ich zwischendurch schonmal höre. Hoffentlich geht es um mich.
Dann ist der Arzt dran und ist tatsächlich voll des Lobes: Blutdruck prima, Zucker, Leber und was nicht noch alles erwähnt hat, sind in bester Ordnung. Als sehr dicke Person freu ich mich doppelt. Nicht nur wegen der sozusagen doppelten Körperfülle, sondern weil mir das so wenig Menschen auf den Kopf zusagen würden. Dick sein und gesund sein, das schließt sich in der Meinung vieler aus. Aber von wegen.
Und eine Idee, woran meine Müdigkeit liegt, hat der Arzt trotzdem noch aus dem Blutwerten rausgelesen. Wenn das so relativ leicht zu regeln ist: Ich bin dabei.

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Den ganzen Tag nicht wirklich Zeit und Sinn für Welt- und sonstige Nachrichten. Ungewohnt, aber sehr wohltuend. Die kleinen großen Schrecklichkeiten müssen nicht alle jederzeit von mir mitgelitten werden. Das hält doch niemand aus. Heute war die Welt für vorübergehend kein Dorf, wo ich ständig alle Dramen mitbekomme. Morgen wieder. Dankeschön.
So habe ich heute auch kein einziges Foto gemacht. Es gibt inzwischen wenige Tage, an denen das der Fall ist. Es war einfach nur ein Arbeitstag, nicht mehr und nicht weniger. Und das tat noch mal sehr sehr gut.

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