State of Mind

Ich war auf dem ersten und einzigen Deutschlandkonzert Billy Joels nach zehn Jahren: Als das vor Monaten veröffentlicht wurde, haben der Reisegefährte und ich schnell Karten gekauft, um auf alle Fälle dabei zu sein. Jetzt bin ich mit dröhenden Ohren vom Konzert in Frankfurter Waldstadion zurück und bin hin und hergerissen: Das Konzert hatte den schlechtesten Sound, den ich lange erlebt habe. Breiig und unpräzise: Text und Stories zwischendurch waren für mich nicht zu verstehen. Und es lag allem Anschein nicht am Künstler selber: Sowas soll es ja auch geben. Das mit dem schlechten Sound war ganz schön ärgerlich. Schließlich kosten die Karten selbst im Oberrang ein kleines Vermögen und man geht doch auch davon aus, dass Profis am Werk sind. 

Aber schon während der Konzertes merkte ich, dass ich zwar nicht drüber weghören kann, aber es trotzdem toller ist, beim Konzert dabei zu sein. Da spielten exzellente Musiker*innen mit einer Legende Lieder, die ich sehr mag. Und sie spielten gerne und gut und hatten Spaß uns zu unterhalten. Und das Publikum war in großartiger Stimmung und bescherte Joel und den Solisten mehr als ein glückliches Lächeln aufs Gesicht mit viel Applaus und tollem Mitfeiern.

So war das alles doch vor allem ein beeindruckendes Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Wie in einer großen Turnhalle eben. Aber das macht auf Dauer nix.

Danke, Billy, für ein paar wichtige Songs meines Lebens. Und toll, dass New York State of Mind heute Abend dabei war. Und ihr mit Highway to Hell dem Reisegefährten und mir eine Anekdote fürs Leben beschert habt. 

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