Nach der Woche ohne Worte

Schön, nach fünf so anderen Tagen, dass es nicht Vollgas weitergeht. Den heutigen Samstag konnte ich in aller Ruhe angehen, da selbst das Wetter eine kleine Schonfrist einräumte: Es sollte wesentlich unfreundlicher sein, als es tatsächlich bis nachmittags war. So musste ich mich auch mit der einzigen Verpflichtung, die aus Rasenmähen bestand, nicht sonderlich beeilen, konnte morgendlich mit dem Reisegefährten rumtrödeln, doch was frühstücken und durch ein paar Internetecken schlendern. 

Das Rasenmähen, das ich mal mehr mal weniger gerne mache, war dann auch eher angenehme Übung: Sonst wäre ich wahrscheinlich nicht so lange heute im Garten gewesen und hätte nicht so ausführlich mitbekommen, wie die diesjährige Mischung aus Spätsommer und Frühherbst im Revier unserer Katzen aussieht. 

Eine Pause mit der älteren Katze und eine mit dem Reisegefährten versüßten die Gartenarbeit zusätzlich zu späten Himbeeren und erstem Apfel.

Es blieb noch Zeit für entspanntes Duschen und Fertigmachen vor einer kleinen Einkaufstour mit dem Mann und einem Abend mit drei seiner Schulfreunde und deren Frauen. Auch letzterer war sehr angenehm: Das Lokal nicht so laut wie beim letzten Mal und erfreuliche Gespräche. Verrückt, dass ein frisch gebackenes Großelternpaar dabei war: Die beiden sind mit 44 und 47 grad Oma & Opa geworden, während eine andere Freundin in meinem Alter gerade noch mal Mutter wird. Die Welt ist bunt, und das ist gut. Schön auch, wie die eine Mutter dreier Jungs immer mal beiläufig einfließen lässt, was sie in Brauchtum auf dem Dorf und in Filmen frauenfeindlich findet: Da das da sonst nicht so die Themen sind, jubilier ich immer heimlich auf. 

Gegen 1:00 Uhr Heimkehr, die eigenen Katzen noch kurz betüdeln und die vermisste Katze von Freunden, die ich seit kleinauf kenne und die mir sehr ans Herz gewachsen ist, ins Abendgebet einschließen: Das war dann dieser Samstag nach meinen Exerzitien. 

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