Blogstatus (Notizen vom 23.10.16)

Es sammelt sich grad viel, was geschrieben werden will. Doch statt des Tropfens, mit dem das Fließen der Wörter beginnt, tauchen neue Themengefäße auf, die bis kurz unter den Rand volllaufen. Und so weiter. Fast möchte ich über diesen anstrengenden Zustand die Tagesnotizen sein lassen, da statt der 18 Worte so viel mehr dort stehen soll. Aber ich lasse diese Gewohnheit nicht, nein. Wo käm ich hin? Das will ich nicht wissen. Ich will schreiben, schreibend denken, ich will erzählen, Erlebtes sortieren, Eindrücke festhalten, Momente bebildern. Ich werde es tun. Und das wird eher etwas werden, wenn ich täglich mindestens 18 Worte aufschreibe.

Dass es gar nicht viel braucht, damit es ins Fließen kommt, hab ich heute nochmal bei einer anderen Lieblingsbeschäftigung gemerkt: Als der Himmel blau und die Herbstfarben im Garten unverschämt waren, kam ich mit keinem Fuß vor die Tür. Als ich etwas später eine Katze rausließ, lief ich wie selbstverständlich hinterher, wusste, welches Motiv ich in dem Moment ansteuern wollte, machte Handybilder, die mir gefielen, holte trotzdem die Kamera, die nicht weit weg war, und ließ mich von Moment zu Moment zu Motiv und Motiv treiben, mit wenigen Schritten nur, den Garten nicht verlassend. Und nun freue ich mich sehr an den Bildern aus diesen zehn Minuten.

Das wird mit dem Schreiben. Das wird.

 

 

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