Adventsbeginn

Unsere Nachbarn haben gestern Abend zum zweiten Mal zum Adventsansingen eingeladen. Wir haben einen Termin mit Freunden verschoben, um dabeisein zu können. Da wir ohne Kinder und ohne Hund hier leben, beide arbeiten und auch sonst oft unterwegs sind, war es uns wichtig, dieses Treffen mit der Nachbarschaft nicht zu versäumen. Freundlicherweise wurde es auch noch sehr nett. Circa 30 Leute im Alter von zweieinhalb Monaten bis Anfang 80 erzählten und lachten. Der Glühwein enthielt neben diversen Gewürzen ein halbes Dutzend echter Orangen und war ausgesprochen köstlich. Gesprächsanfänge vom Adventsansingen im letzten Jahr wurden fortgesetzt, und ich hoffe, ein paar mehr Namen und Gesichter behalten zu haben, die ich auch außerhalb der Straße erinnern kann.

Wichtiger Bestandteil des Abends war tatsächlich das Ansingen des Advents: Die erste Kerze am Adventskranz, der sehr prominent dort hing, wo das Treffen stattfand, wurde bei Gesang entzündet. Wir sagen euch an den lieben Advent, Ihr Kinderlein kommetO Tannenbaum, Morgen kommt der Weihnachtsmann, Es ist für uns eine Zeit angekommen und In der Weihnachtsbäckerei sang die versammelte Gruppe aus Überzeugung, Begeisterung und oder Höflichkeit aus mehr oder weniger vollem Halse. 

Mir hat die Mischung gefallen, noch mehr aber, dass das einfach so ging und passte, weil es den Gastgebern ein Anliegen war. Und weil die Kinder mit Eifer dabei waren und Zugaben forderten. Als kirchlich würden sich womöglich höchstens zehn Prozent der gestrigen Runde bezeichnen. Ein Gefühl für diese geprägte Zeit und das Wohltuende, im Dunkeln Kerzen zu entzünden, hatten eine Menge mehr. 

 

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