WmdedgT April 2017, Urlaubsedition

Frau Brüllen sammelt an jedem 5. des Monats Tagebuchblogbeiträge. Hier ist meiner.

Der Wecker geht, wie an den vergangenen Urlaubstagen, um 6:45 Uhr. Heute stehe ich auch kaum später auf und bin um 7:30 Uhr soweit wach und sauber und angezogen, dass ich für die Entgegennahme des Frühstücks bereit bin. Um 7:39 Uhr klopft es an der Türe des Appartements im B&Bs auf Mauritius: Die Croissants sind noch warm und schmecken, wie schon in Vietnam, köstlichst. Mit dem Reisegefährten schaue ich vom Frühstückstisch besorgt aufs Meer, über dem dunkle Wolken hängen und über das ein ziemlicher Wind bläst. Ob es eine gute Idee war, für heute die Schnorcheltour zu buchen?

Bis wie um kurz nach 9:00 Uhr aufbrechen, hat der Wind die Wolken vertrieben und sich danach ein wenig beruhigt. Wie schnell das hier gehen kann. Ich trödel noch ein bisschen im Internet rum, packe alle 7 Schnorchel-Sachen zusammen und dann gehts zu Fuß los zum benachbarten Strand, an dem um 9:30 Uhr unser Schnorchel-Tagesausflug starten soll.

Es gibt zunächst noch etwas hin und her wegen des Bezahlens. Per Mail hatten wir die Info, dass wir mit Kreditkarte zahlen könnten, dem ist aber nicht so. Wir vereinbaren, am Abend zusammen zu einem Geldautomaten zu fahren. Dann gibt es noch Probleme mit dem Boot und wir warten auf weitere Teilnehmer_innen. Aber gegen 10:00 Uhr geht es tatsächlich los, mit 11 Erwachsenen und 9 Kindern von circa 2 bis 12 Jahren. 

Nach gut 20 Minuten Fahrt durchs türkisblaue Meer können wir endlich ins Wasser. Der Reisegefährte und ich brauchen nur noch die Flossen und die Schnorchelmaske anzuziehen, die Mitreisenden beginnen erstmal sich einzucremen und sich umzuziehen. Sowas. Ich bin etwas aufgeregt, wie ich mit allem zurecht komme, da ich eh noch nicht sehr oft geschnorchelt bin und erst zum zweiten Mal das von einem Boot aus tue. Aber ich komme gut ins Wasser und 40 min später auch wieder raus. Und dazwischen gleite ich glücklich durchs Meer und über Korallen hinweg und beobachte Fische aller Art. Wunderschön ist beim ersten Schnorchelstopp einige Minuten lang zwischen vielen Zebrafischen zu schweben, einfach so. 

Dem ersten Schnorchelstopp folgen noch zwei weitere, zwischendurch wird uns ein südafrikanisches Schiffswrack von 1905 gezeigt. 

Beim zweiten Schnorchelstopp ist das Wassee viel klarer: Das ist schön für die Schnappschüsse, die ich mache. Das Wasser ist angenehm kühl und ich komme sehr gut mit meiner neuen Schnorchelmaske zurecht, bei der ich durch Mund und Nase atmen kann und der separate Bereich zum sehen kein einziges Mal beschlägt. Die meisten Mitschnorchler_innen haben ebenfalls diese Maske, von der ich vor einem halben Jahr noch nichts wusste.

Nach dem dritten Schnorchelstopp werden wir am Strand einer Privatinsel abgesetzt und sollen uns die Zeit bis zum Grillen vertreiben. Ins Wasser zu gehen lohne sich nur fürs Schwimmen, nicht fürs Schnorcheln. Von wegen: Es ist nicht so viel unter Wasser los wie anderswo, aber definitiv mehr als in der Nordsee…

Gegen 15:00 Uhr werden wir zum Essen gerufen und laufen ein gutes Stück am Strand um die Insel herum. Dort gibt es gegrillten Fisch, Salat, Ananas und gegrillte Banane. Die 9 Kinder, die sich größtenteils am Morgen noch nicht kannten, spielen einträchtig in den Felspfützen vor Meeresbeginn, was die Eltern sich entspannt zurücklehnen lässt. Ich verschwinde nochmal mit Schnorchelmaske, Kamera, aber ohne Flossen bei ein paar Zebrafischen im Wasser. 

Um 16:30 Uhr ist die Tour zu Ende. Die Orte fürs Schnorcheln waren gut gewählt, für eine Tagestour waren gut anderthalb Stunden Schnorchelzeit aber definitiv zu kurz. Trotzdem war die Zeit auf und unter Wasser wunderschön.

Wir laufen zurück zur Unterkunft, entsalzen uns, Badekleidung und Schnorchelsachen. Danach bricht der Reisegefährte auf, um Bargeld für die Schnorcheltour abzuheben. Leider muss er dafür 9km fahren. Bei der Gelegenheit kauft er noch ein paar Lebensmittel für die nächsten Tage ein. Ich hänge währenddessen die nassen Badesachen auf und finde endlich einen Weg, die Bilder der Kamera, die ich unter Wasser nutze, aufs iPad zu bekommen. Das hat mich die letzten Tage sehr gewurmt. Jetzt kann ich auch Fischbilder posten und verschicken. 

Nach Rückkehr des Reisegefährten lade ich Bilder und häng ein bisschen ab. Dann schauen wir gemeinsam durch die Fotos und kurzen Videos vom heutigen Tag und finden, dass es um 20:30 Uhr dann doch mal Zeit ist, zu kochen und zu essen. Ich werde mit einer leckeren Currysoße zum noch vorhandenen Brown Basmati Reis verwöhnt. Wir erzählen vom Tag und planen ein wenig rum. Apropos Rum: Davon gibt es als Nachtisch einen kleinen lokalen Brand.

Jetzt sitz ich hier und blogge, unterschreib ab und zu auf Postkarten, die der Reisegefährte geschrieben hat. Wie ist es schon halb 11 geworden? Keine Ahnung. Bis zum Einschlafen ist es nach viel frischer Luft und Bewegung nicht mehr weit hin. Und zu welchen Bildern im Kopf ich einschlafen will, ist total klar: schwebend inmittend von Zebrafischen im Indischen Ozean. Und das wird schon bald passieren: Ich les den Eintrag hier nicht nochmal durch. Sorry für alle Dopplungen und Füllwörter. Morgen geht es bestimmt mit nur 18 Worten weiter. 

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3 Gedanken zu „WmdedgT April 2017, Urlaubsedition

  1. kat+susann

    Schööööööööön…ein kleiner Moment Paradies…( auch wenn wir wissen, dass es das nicht ist.. mit dem Meer und dem Plastik usw usw)
    Danke für dein Zebrafisch Foto..
    Ich freue mich auch auf weitere Unterwasserfotos !
    Gruß S.

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    1. Oecherin Autor

      Danke, liebe S.! Was hier in Sachen Plastik nett ist: Pladtiktüten in Geschäften sind schon länger gesetzlich verboten als bei uns. Seit Januar 2016.

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