Kolonialcharme oder so

Ein altes Kolonialhaus besucht. Wunderschön. So viele Details, die mir in die Fotolinse sprangen. Guilty Pleasure, denn auf welcher Ungerechtigkeit beruhte die ganze Konstruktion. 

 Und beim Blick in den tollen Garten, ach was, Park, wusste ich plötzlich, was mein Gefühl besonders mulmig macht: Das Haus, das Grundstück, der traumhaft schöne Ausnahmezustand, in dem man die Welt vor dem Tor völlig vergessen konnte, sieht aus wie die Nobelressorts, die jetzt an vielen Stellen an der Küste dieser und anderer ehemaliger Kolonien liegen. Auch in ihnen ist es traumhaft schön und oft ist der Weg in den nächsten Ort tatsächlich zu weit und genau genommen will man lieber auch gar nicht wissen, wie die Menschen da sind.

Ja, ich war auch schon in so einem Ressort und werde es wieder sein. Hoffentlich behalte ich den Blick und das Interesse für die Leute, die dort arbeiten und die Orte drumrum und die Kultur und das Maß der Dinge. Wie wenig ein Brot kostet und wie viel das für andere ist. Und und und.

Und das gilt nicht nur für Traumhotels an Traumstränden dieser Welt. Das gilt für so viel mehr. 

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