Gründonnerstag

Diesmal unter Palmen, dieser Gottesdienst, der sich über drei Tage zieht. Prasselnder Regen aufs Kirchendach. Von der Predigt auf creole bekomm ich nur den Ton mit, und der macht mir Angst. Niemand lächelt. Von der Kultur vor Ort spüre ich nichts, nicht mal in der Musik. Ich sehne mich zurück nach den drei Ostern in Sambia bei ähnlichen Temperaturen wie hier, möchte das Trommeln, das Tanzen, das Lachen. Wo ich die englischen Gottesdienste mied und lieber die doppelte Zeit in Chitonga mitlachte, mitsummte, mitwippte. Und ich erinnere mich auch an einen Gottesdienst in Indonesien, in dem es zwar diesen positiven Weltkirchen-Effekt gab, den Ablauf zu kennen und Gebete passend, nur eben in anderer Sprache mitsprechen zu können. Aber nonverbal war kein einziger Funke unterwegs, nicht von den Gesichtern der Mitfeiernden, dem Ton der Verkündigenden, der Musik. Dann ist es hartes Brot, dabei zu bleiben. Egal wo auf der Welt. Innerlich geht das fast immer irgendwie. Aber.

Auf zum GründonnerstagsDinner im Hotel. Mahl halten.

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