Archiv der Kategorie: Aachen

Was bleibt

Meine Liebe zu dieser Kirche hat viele Geschichten und unzählige Facetten. In allen enthalten der große große Wunsch, eine Nacht unter diesem Himmel zu verbringen.

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Tour du Famille

Den ganzen Tag über erreichen mich Fotos und kurze Videos vom Durchrauschen der Tour de France durch Aachen. Familienmitglieder stehen mit eigenen Fahrradtrikots an der Strecke in der Altstadt. Und mein Herz versteht sie sehr gut, auch wenn die Zeit mit den Radprofis nur ein Wimpernschlag ist im Verhältnis zu den Stunden, die davor mit Warten vergehen. Und auch wenn die Tour kein vertrauenerweckendes Sportevent mehr ist. Aber: Die Sache mit dem Radfahren ist halt vererbt. Und großartig. Als in Deutschland noch sehr lange undenkbar war, die Tour de France live im TV zu sehen, saßen der alte Oecher und seine Kinder vor dem Schwarz-Weiß-Fernseher und folgten den bewegten Bildern des belgischen Senders. Wie gut, so nah am Land des großen Stars Eddy Merckx zu wohnen! Und zu seinem 50sten, 1980, da war die Hochzeit von Merckx längst vorbei, sammelte der Alte Oecher für ein wohlüberlegt zusammengebautes Rennrad, als sowas noch ziemlich exotisch war. Sowohl das Sammeln zum Geburtstag als auch ein customized Irgendwas. Im Haus eines Mannes, der in den 1950ern mit dem Rad in Paris war und an Wochenenden den beim Radrennen gewonnenen Fladen 35 km nach Hause fuhr, da passte das. Die Oecherin, die gar nicht mal die Nummer 2 in der Familie war, fuhr immerhin mit 14 alleine die Himmelsleiter Richtung Eifel rauf bis an den Rursee (35 km), wo die Nachbarsfreundinnen Urlaub machten. Mit Flickzeug und ein bisschen Kleingeld fürs Notfalltelefonat. Und zum 16. Geburtstag wurde von Aachen aus mit ein paar Freundinnen die Eupener Wesertalsperre umrundet, 50 Kilometer mit Picknick-Pause, warum auch nicht. Und mit einem Bruder und dem Vater gings mal nach Trier (150 km). Und von soviel mehr tollen Touren könnte ich schwärmen, die mir heute niemand mehr glaubt, und die doch nur ein paar Pedalumdrehungen entfernt sind.

Fahrradfahren ist ein wundervolles Ding. Und in Aachen radfahrend aufgewachsen zu sein, zumal in Voreifelnähe, das prägt mein Leben. Ist so. Kein Wunder, dass mein Herz heute mit meinen Brüdern an der Strecke der Tour de France stand. Danke, alter Oecher, danke, große Alltagsradlerin noch mit Ende 70, liebe Mutter. Weiter gehts.

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12 von 12 Juli 2016

Hier sind 12 Bilder von meinem 12. diesen Monats. Caro lädt dazu ein und sammelt die Bildersammlungen aller Teilnehmer*innen.

In der Nacht hatten mich ein paar Mückenstiche buchstäblich umgetrieben: Ich wurde woanders wach, als gewöhnlich, weil ich nach Kühl- und anderen Linderungsversuchen ermattet in meinem Arbeitszimmer aufs Sofa gesunken war. Und so sah der morgendliche Ausblick aus:

Fürs Frühstück hatte ich am Morgen Zeit und ging kurz im Garten Himbeeren pflücken: Ich war zwei Tage nicht dazu gekommen, da sammelt sich ne handvoll der Lieblingsbeeren fürs Lieblingsfrühstück an.Erster Teil meines Arbeitstags fand Zuhause statt. Gelegenheit, in die Tiefen der Tassensammlung zu greifen. Da kam heute nach längerem noch mal das Mitbringsel aus Hobbiton in Neuseeland dran.Am späten Vormittag fuhr ich dienstlich nach Aachen los. Die Zeit war schon etwas knapp, aber die Wolken so spektakulär, dass ich am Straßenrand kurz für ein Foto halten musste.Durch die schöne Aachener Annastraße ging es zu Meeting Nummer eins. Am schönen Wollladen stand außer dem üblichen bestrickten Fahrrad auch ein buntes Pferd: Aachen ist dank CHIO im Reitsportfieber. Also, Teile von Aachen.Beim Treffen gab es stilles Wasser aus Flasche und Gläsern, die mir etwas die Sinne vernebelten. Ja, Wasser ist nicht Wasser, okay, aber die Darreichungsform! Leute, ich find das übertrieben.Nach dem Meeting gab es etwas Luft, die ich zum Rumstromern und Fotografieren nutzte: Der Dom von der Chorhallen-Seite aus…
…und das bisher größte entdeckte Plakat gegen das Atomkraftwerk Tihange. Das nächste Meeting fand im Eiscafé statt. Ja, manchmal hab ichs richtig gut bei der Arbeit. Das Treffen war super: Nach einer halben Stunde stand unserer gemeinsame Wochenveranstaltung in den wichtigsten Grundzügen. Das Ginger Fizz (Maracujaeis und Ginger Ale) war leider zu wenig ingwerig für meinen Geschmack.Auf dem Rückweg nach Bonn wurde es zeitlich eng, klappte aber noch zur abendlichen Arbeitseinheit. Der Stau in der Kölnstr. vor dem Bertha-von-Suttner-Platz ist an normalen Werktagen länger.Der Abend bescherte mir unter anderem einen ansprechenden Gottesdienst in kleiner Runde und ein leckeres Essen und gute Gespräche.
Um 23:30 Uhr war ich Zuhause: ein langer, aber guter Tag.

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Es sah nicht sonderlich schön aus, wo ich zuletzt wohnte, aber es war damals die beste Entscheidung überhaupt. Und ich hab die Wohnung und die Leute dumrum, vor allem die besten Katzensitter ever, sehr gemocht. 
Heute hab ich der Gegend nach langem noch mal kurz und herzlich gewunken. Und gedankt.

Fotografierliebe (325/366)

Seit dem USA-Urlaub im Februar bin ich viel häufiger als vorher mit Kamera unterwegs. Sicher liegt es mit daran, dass ich im Januar die für mich passende gefunden und gekauft habe. Aber ich habe den Eindruck, dass ich seit dem Urlaub etwas anders gucke und häufiger Motive um mich herum sehe, die ich nicht nur mit dem Telefon einfangen will. Weil ich Details sehe, an die ich mit dem iPhone nicht rankomme. Weil ich weiß, dass ich mit der Kamera eine andere Schärfe erzielen kann.
So bin ich auch im Alltag öfters derzeit mit Kamera unterwegs. Und fahre kleine Umwege, weil am Abend oder am Morgen das Licht an der einen oder anderen bekannten Stelle interessant sein könnte, der Raps dort besonders gelb ist oder jene Häuserfassaden, die in der Sonne liegen könnten. Ob das alles super Fotos werden ist dabei nicht das wichtigste: Ich freue mich daran, Details wahrzunehmen und Extrawege zu fahren oder zu gehen, um etwas Schönes oder Ausdrucksstarkes zu sehen.

Heute war die Kamera auch mit in Aachen zu meinem Diensttermin. Ob ich Zeit für ein paar Fotos haben würde, wusste ich morgens noch nicht. Als ich auf dem Rückweg zum Parkhaus realisierte, dass die neue Stunde, die ich bezahlen musste, grade angebrochen war, hab ich kurzerhand einen Extraschlenker eingelegt, um bei stahlend blauem Himmel durch mein altes Wohnviertel zu gehen. Abgesehen von ein paar schönen Häuserfronten, die ich festhalten konnte, merkte ich, wie gut grad diese Extratour tat: Dass ich an Aachen hänge, ist keine Überraschung. Dass das trotz aller Liebe zum Rhein und meinem Leben dort bleibend schmerzt, wahrscheinlich auch nicht. Das ist wie mit sonstigen Abschieden und Trauerprozessen auch: Die brauchen ihre Zeit und manche Narbe bleibt immer und meldet sich hier und da.

Schön deswegen, so wie heute Mittag kurz auf dies und das Detail zu schauen, es sogar wiederauffindbar zu fotografieren und mitzunehmen. Ich werd die Bilder womöglich ewig nicht anschauen. Aber ich könnte.

Hier eine kleine Auswahl, von denen einige auch auch Instagram gelandet sind.

Aachen, auf dem Dom (311/366)

Wenn ein Tag im und auf dem Aachener Dom endet, ist alles davor relativ. Netter Weise war allerdings einiges vorher sogar wunderbar. Freunde zu haben, bei denen man mitten am Nachmittag mitten im Wohnzimmer mal die Augen zumachen und ungeplant anderthalb Stunden schlafen kann. Yeah.

Aber der Dom dann. Und ein paar Stadtblicke vom Dach. Und ein Turmfalke am, ja genau, Turm. Ach ja, und zu Beginn ein unerwarteter kurzer Blick in die Domschatzkammer. Ein paar Impression von der Galerie und vom Dach der Chorhalle gibt es heute schon mal. Bilder von drinnen hoffentlich in den nächsten Tagen. Da schaff ich heute keine Auswahl mehr.

Mal wieder: Ein paar Aachenbilder. (298/366)

Rund um zwei Termine in Aachen, gestern und heute, gab es etwas Zeit und vor allem ein Treffen in der Gegend, in der ich acht Jahre gewohnt habe. Das Viertel liegt nicht weit weg von Orten, die ich öfters in Aachen aufsuche. Und trotzdem nehm ich mir nur selten die Zeit oder denk überhaupt nur dran, da mal vorbei zu gehen. Um so schöner war gestern und heute zu sehen, dass viele kleine Läden, die ich dort mochte, noch da sind. Bis hin zur selben Bäckereifachverkäuferin in einer der wenigen kleinen und guten Konditoreien/Bäckereien, die es in Aachen noch gibt.
Eine guten Teil der Bilder habe ich schon im Laufe des Tages auf Instagram gepostet. Einige noch nicht. Alle hätte ich gerne hier auch auf meiner Seite. Sorry für die Dopplung, die es für den einen oder die andere vielleicht ist.

Es geht mal wieder auf dem Lieblingsparkdeck los: Im Parkhaus am Dom, Jesuitenstraße, hat man auf den Ebenen 5 und 7 freien Blick zum Dom. Ich hatte schon besseres Fotolicht, aber noch nie ein so leeres Parkdeck.
Weiter geht es dann mit Bildern vom Heuschplatz und aus der Jakobstraße, vom Venn und vom Löhergraben. Da wo die Bilder nach schnödem Neubauviertel aussehen, da hängt meineerseits besonders viel Herz. In Verbindung mit dem alten Erfahrungswert: Es ist wichtiger, selber einen schönen Ausblick zu haben, als im Haus zu wohnen, das schön anzusehen ist.

Und noch zwei Bilder vom Heimweg, schon wieder aus dem Rheinland. Wofür Stau schon mal gut ist: Kurz was festzuhalten, was man im Vorbeifahren gern und oder amüsiert anschaut.

Aachenliebe (133/366)

Ich musste heute ein paar andere Wege durch Aachen gehen als üblich. Diese Bilder kamen dabei raus. Ein paar Schnappschüsse der vorhergehenden Tage, in denen ich einige Tage in meiner Heimatstadt verbracht habe, füge ich hintan. Sie sind zum Teil mit bei Instagram geposteten Bildern deckungsgleich, aber es gibt noch ein paar mehr. Ich möchte sie jedenfalls auch hier festhalten. Meine Aachenfotos kreisen sehr oft um die gleichen Motive, ach was, um das gleiche Motiv: den Dom. Ich kann derzeit nichts daran ändern. Es könnte Liebe sein. 

 Traditionskneipe am Theater  Elisenbrunnen I  

Elisenbrunnen II  Domblick aus dem Elisengarten  Ein Lieblingsblick   Aachener Legendenschreck und Dom  Bevorzugter Parkhausblick  Lieblingsteil vom Lieblingsdom: Karolingisches Oktogon  Im Oktogon, mit Sonne und Weihrauchschwaden und brennenden Kerzen am Barbarossaleuchter  Ecke im 16-Eck, das das Oktogon umgibt