Archiv der Kategorie: Fotos

Mondaufgang

Am letzten Abend auf Mauritius geh ich zum Strand, um auf den ersten Vollmond in diesem Frühling zu warten. Er lässt sich nach ein paar Wolkenmetern sehen. 

Die Szenerie ist wunderschön. Die Bilder fallen in die Kategorie Kitsch. Nun denn: Ein stimmungsvoller Abschied halt.


Kolonialcharme oder so

Ein altes Kolonialhaus besucht. Wunderschön. So viele Details, die mir in die Fotolinse sprangen. Guilty Pleasure, denn auf welcher Ungerechtigkeit beruhte die ganze Konstruktion. 

 Und beim Blick in den tollen Garten, ach was, Park, wusste ich plötzlich, was mein Gefühl besonders mulmig macht: Das Haus, das Grundstück, der traumhaft schöne Ausnahmezustand, in dem man die Welt vor dem Tor völlig vergessen konnte, sieht aus wie die Nobelressorts, die jetzt an vielen Stellen an der Küste dieser und anderer ehemaliger Kolonien liegen. Auch in ihnen ist es traumhaft schön und oft ist der Weg in den nächsten Ort tatsächlich zu weit und genau genommen will man lieber auch gar nicht wissen, wie die Menschen da sind.

Ja, ich war auch schon in so einem Ressort und werde es wieder sein. Hoffentlich behalte ich den Blick und das Interesse für die Leute, die dort arbeiten und die Orte drumrum und die Kultur und das Maß der Dinge. Wie wenig ein Brot kostet und wie viel das für andere ist. Und und und.

Und das gilt nicht nur für Traumhotels an Traumstränden dieser Welt. Das gilt für so viel mehr. 

Vom dritten Baumspaziergang (25.3.2017)

Nach sieben Wochen war ich heute schließlich wieder auf meiner Baumrunde. Ich habe oft dran gedacht und hier und da auch Zeitfenster ausgemacht, aber dann hat es doch nicht gepasst. Schön, dass ich jedenfalls entschieden war, den Baum nochmal aufzusuchen, bevor er blüht und grünt. Das passte heute noch.
Nach ein paar hundert Metern unterwegs lachte mich das erste Fotomotiv an: Alte Obstbäume vor blauem Himmel mit dicken Knospen. Da stellte ich fest, dass in der Kamera keine Speicherkarte war. Grmpf. Sie noch zu holen dauerte mir eindeutig zu lang. So ging ich zügig und grinsend weiter und merkte, dass ich mich spontan darauf freute, wie das Unterwegssein wohl nun werden würde.
Ich ging auf alle Fälle zügiger und mit einem anderen Blick: Ein Smartphone mit Kamera hatte ich schon noch dabei. Das taugt jedoch nicht fürs Näherholen entfernter Motive und hat außerdem einen unzuverlässigen Akku. So war schonmal klar, dass ich bis zum auserkorenen Baum nicht viel fotografieren sollte, um einen vorzeitigen Totalabsturz zu vermeiden.
Es fühlte sich gut an, auch so unterwegs zu sein. Ich hätte mich zu andern Zeiten darüber ärgern können. So schmunzelte ich vor mich hin, nahm es, wie es war, und machte im Hinterkopf mit mir eine Verabredung Mitte der kommenden Woche klar, mit einsatzbereiter großer Kamera erneut loszuziehen.

Das Zweitschönste an diesem Spaziergang neben dem heiteren Weitergehen ohne Speicherkarte war, die offiziellen Wege zu verlassen. War das da zwischen den beiden Feldern ein Weg oder nicht? Heute war es trocken genug, es auszuprobieren.
Es war kein Weg.
Aber an seinem Ende leuchtete ein Baum.
Und vom Nicht-Weg traute ich mich auf eine Wiese und ging ganz schön weit einen Hügel hinunter, bis ich sehen konnte, ob ich ohne Kletterei und ohne über frisch bearbeitetes Feld zu müssen, zurück zur vertrauten Route kommen würde. Ich nahm dafür einen ganz schön weiten Rück-/Umweg in Kauf. Bergauf auch noch.
Aber es klappte. Der Zaun war an einer Stelle offen, und so war es ein tolles kleines Abenteuer jenseits der bekannten Wege mit Ausgang nach vorne. Sonst wäre es ein tolles kleines Abenteuer jenseits der vorgesehenen Wege gewesen, das mir noch einen ja auch nicht bekannten Rückweg beschert hätte. Ach, ist positives Denken und Fühlen und Ausprobieren toll, wenn es da ist! Ich feiere das sehr, weil ich das zu Zeiten meines Lebens nicht so gut konnte.

Hier ein paar Bilder von meinem heutigen Weg.

 

Winterfarben am 13.2.2017

Statt über meine persönliche Dresdengeschichte zu schreiben, in der der Alte Oecher als 14jähriger vorkommt, poste ich Fotos von meinem heutigen Spaziergang im Weserbergland. Ich könnte das ganze auch eine Blogkrise nennen. Stattdessen erwähne ich, was ich jetzt nicht schreibe, aber irgendwann erzählen werde. Und ich poste Winterfarben in einer Februaredition.

 

12 von 12 im Februar 2017

An jedem 12. eines Monats sammelt Caro Blogbeiträge mit zwölf Bildern von diesem Tag. Hier sind meine dreizehn von heute. Während des Tages wurden sie zuerst bei Instragram-Stories gepostet:

Es gibt Full English Breakfast. Ich bin heute nur für die Vorbereitung der Champignons zuständig, deretwegen man nun wirklich keine Baked Beans braucht.

Die ehemaligen Adventskerzen erleuchten das Frühstück und schaffen sicher auch Ostern noch.

An der Traditionsraststätte auf der A1 Richtung Norden gibt es einen Espresso…

…und auch noch ein maßlos überteuertes aber köstliches Ingwer-Zitrone-Minze-Heißgetränk.

Das Auto trinkt auswärts.

Kurzer Stopp am Waldhotel Bergfrieden. Oder Berghotel Waldfrieden? Ich knipse es ab jetzt jedesmal, wenn ich vorbeikomme. Wer weiß, wie lange es dort noch steht.

Im Lieblingskloster werde ich mit drei Schlüsseln empfangen. Die Schwester grübelte vorher an der Dechiffrierung der kaum lesbaren WLAN-Zugangsdaten. So musste ich das nicht mehr. Hurra.

Ich frage mich, wie man dem Frieden nachjagt. Und: Wo will er hin?

Abendmeditation mit BluetoothLautsprecherWürfel. Und Bibel.

Blick auf die Turmzinnen, unter denen die Droste und die Grimms sich getroffen haben sollen.

Abendgebet in heimeliger Kirche.

Augenblick am Gästehaus.

Und weil ich mich zwischendurch zweimal mit den Zahlen verhauen habe, gibt es ein dreizehntes Bild. Klar doch.
Gute Nacht aus dem Kloster.