Archiv der Kategorie: Fotos

Moritzkirche, Augsburg

Und es gibt Räume, die eine berühren und ausrichten und aufrichten. Und die eine anders verlässt.

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Pfütze

Dieses Mädchen, vielleicht drei, eher vier Jahre alt, das voller Ernst und Hingabe und Wucht in einer Schlammpfütze hüpft und hüpft. Nur wenig hinter dem Kind der große, wilde Ozean, zwar nicht zu sehen und doch gegenwärtig. Und Regen. Fisselregen. Und himbeerfarbene Gummistiefel, eine ebenso farbige Jacke und gelbe Hosen. Und ein Mann, der seelenruhig und angenehm unbeteiligt daneben steht: Schließlich ist das allein eine Sache dieses Kindes mit dieser Pfütze.

12von12 in der Bretagne-Edition (September 2017)

Jeden 12. des Monats sammelt Caro Blog-Bildergalerien mit zwölf Fotos vom Tag. Hier ist ihr Link zur September-Edition in diesem Jahr.

Und hier sind meine zwölf Momente von meinem Urlaubstag in der Bretagne. Erst mit Worten, dann im Bild.

Kurz nach 7:00 Uhr: Es gibt Tageslicht und der Vorhang ist farbig (1). Aus dem Küchenfenster gibt es schon mehr zu sehen (2). Erstmal weiterlesen, mit dem ersten kalten Kaffee des Tages. Und nicht mehr ohne Brille (3). Nach Bad und Frühstück: Auf in die Umgebung. Über Brücken (4), an nette Buchten (5), einen Leuchtturm bei einer Kirchenruine im Sonnenschein (6), zu einem Seifenspender, der sich als deplatziertes Mülleimerchen rausstellt (7), und zu einer Stärkung fürs Smartphone und mich im Auto (8).

In der angeblich unattraktiven Stadt Brest gibt es eine eindrucksvolle Kirche (St. Louis 9) und eine geräumige, schöne Promenade (10).

Der große Supermarkt ist das letzte Besichtigungsziel des Tages (11). Der Tag klingt mit Pasta und Rotwein im Ferienhaus aus (12). Zurück zum Buch. Gute Nacht!

ausgetrickst

Für ein gutes Fotomotiv steh ich früh auf oder lauf ne Weile. Manchmal auch beides. Heute Abend habe ich mich mit Motivationsmöglichkeit zwei gut selbst ausgetrickst: Ich hatte Zeit, es sah nach baldigem klarem Sonnenuntergang aus, beste Gelegenheit also, das Lieblingskloster vor verschwindendem Himmelsleuchtkörper zu fotografieren. Mich nicht genau über die Untergangszeit informierend, rannte ich einfach los, in den Abend hinein und hügelab und hügelauf.

Das war schön, das tat gut. Und die Sonne ging malerisch unter. Nur das Lieblingskloster passte nicht gleichzeitig ins Bild. Wahrscheinlich ist das Motiv auch deswegen noch nirgendwo aufgetaucht: Das hätte mich stutzig machen können. Egal. Belichtungstechnisch wäre das heute eh sehr schwierig geworden. So konnte ich hemmungslos unterbelichten, um einen roten Feuerball aufzunehmen, der hinter schwarzem Hügel verschwand. Ihr bekommt das ganze jedoch in Schwarz-Weiß zu sehen, weil mir das beim Sichten der Bilder am besten gefällt.

Ach, und heute ist auch noch dieses Sonnenfinsternisdings in USA? Mein Spektakel sieht so also aus.

 

 

Mondaufgang

Am letzten Abend auf Mauritius geh ich zum Strand, um auf den ersten Vollmond in diesem Frühling zu warten. Er lässt sich nach ein paar Wolkenmetern sehen. 

Die Szenerie ist wunderschön. Die Bilder fallen in die Kategorie Kitsch. Nun denn: Ein stimmungsvoller Abschied halt.


Kolonialcharme oder so

Ein altes Kolonialhaus besucht. Wunderschön. So viele Details, die mir in die Fotolinse sprangen. Guilty Pleasure, denn auf welcher Ungerechtigkeit beruhte die ganze Konstruktion. 

 Und beim Blick in den tollen Garten, ach was, Park, wusste ich plötzlich, was mein Gefühl besonders mulmig macht: Das Haus, das Grundstück, der traumhaft schöne Ausnahmezustand, in dem man die Welt vor dem Tor völlig vergessen konnte, sieht aus wie die Nobelressorts, die jetzt an vielen Stellen an der Küste dieser und anderer ehemaliger Kolonien liegen. Auch in ihnen ist es traumhaft schön und oft ist der Weg in den nächsten Ort tatsächlich zu weit und genau genommen will man lieber auch gar nicht wissen, wie die Menschen da sind.

Ja, ich war auch schon in so einem Ressort und werde es wieder sein. Hoffentlich behalte ich den Blick und das Interesse für die Leute, die dort arbeiten und die Orte drumrum und die Kultur und das Maß der Dinge. Wie wenig ein Brot kostet und wie viel das für andere ist. Und und und.

Und das gilt nicht nur für Traumhotels an Traumstränden dieser Welt. Das gilt für so viel mehr.