Fünf Tage

Das Elchbaby läuft und springt umher und stakt hinter seiner Mutter durch einen schnell fließenden Fluss. Wie alt es wohl sei, frage ich. Ein paar Wochen vielleicht? Grad mal fünf Tage, ist die Antwort. 

So lange ist auch mein jüngstes Niftenkind* auf der Welt. Was wir doch für Nesthocker sind. Und wie faszinierend ich beide Welten finde, die Elchwelt und diese Unvollständigkeit der Menschenkinder.


* Niften: Nichten und Neffen. Wortprägung meines Wissens von der Kaltmamsell.

Handgepäck

„Wenn wir den Flieger überhaupt noch erreichen, dann nur ohne das Gepäck aufzugeben.“Die Autobahn, auf der wir unterwegs sind, ist nach einem Unfall gesperrt. Die Anfahrt zum Flughafen wird ehrlich gesagt etwas zu spannend. 
Da wir online eingecheckt haben, reden wir unter anderem über die Variante, nur mit Handgepäck zum Gate zu laufen und zu hoffen, dass wir mitfliegen können. 

Mich spontan und leichten Herzens vom sorgsam gepackten 17 kg schweren Koffer verabschieden zu können, ist ein sehr sehr gutes Gefühl.
Schön, dass es dann doch nicht notwendig war. Nach der ersten Info, dass gar nichts mehr ginge, machten sich zwei Mitarbeiterinnen für unsern Flug und unser Gepäck stark.

Nimmst du mich dann mit?

Am Morgen, an dem sein gewissermaßen 16. Nachkomme geboren wird, sagt der Alte Oecher: „Herzlich Willkommen.“
Den Rest des Tages sitzt er im Wohnzimmer in seinem Sessel und fragt mehrere Male: „Wenn du heute nach Hause fährst, nimmst du mich dann mit?“