Stippvisite

Einen Tagesausflug nach Helgoland kann man machen, muss man aber nicht. Zumal wenn von vier Stunden auf der Insel nur zweieinhalb übrig bleiben. 

Und doch ist es schön auf dem Meer zu sein, immer wieder. Ohne und mit Sonne. 

Und irgendwann bleib ich länger, liebe Insel!

Unimoment

Bei der Abschiedsvorlesung eines Professors gewesen, der kurz nach meinem eigenen Studienbeginn seine Antrittsvorlesung hielt. Da war er unglaubliche zehn Jahre jünger als ich es jetzt bin. Und es fühlte sich wie vor sieben Jahren an.

Drei Mitstudierende von damals, die auch an der lectio ultima teilnahmen, ein_e Professor_in, eine_r Teilzeitdozent_in, ein_e Kirchenfunktionär_in, brachten mir die Jahrzehnte wieder in die richtige Reihenfolge. So sehr sich persönliche Gesten, Phrasen, Habitus seit den frühen 90ern nicht verändert haben, so möchte ich doch kaum etwas von dem missen, das nur mich seit dem geprägt hat. Und auch das ist alles da. In jedem Moment. Eingewoben.

Keine Bilder und ein Bild

Auf der Fahrt in die Stadt keine Zeit, das Bilderbuch-Stoppelfeld mit Bilderbuch-Wolken und frisch renovierten Buswartehäuschen zu fotografieren.

Auf dem Rückweg aus der Stadt nicht nur beide alte Volvos am Straßenrand gesehen, auch Zeit und Parkplatz klargemacht, um sie endlich einmal abzulichten. Aber Licht und Hintergrund spielten nicht mit. Our time will come.

Oben auf dem Berg dann Luft und Licht und Zeit für einen Schnappschuss von einem meiner Lieblingsblicke. Voila.

Aussichten 

Der Krankheitsverlauf, den ich aus nächster Nähe beobachten konnte, beinhaltete am zweiten Tag Fieber und danach noch zwei Tage, an denen nix ging. Ich will bitte jetzt hier abbiegen.

Tour du Famille, II

Mutter (78) schickt Screenshots aus Le Puy in die Familiengruppe. Ihre Kinder denken sofort an den legendären Urlaub vor 30 Jahren, einer kramt alte Bilder raus, fotografiert sie und schickt sie ebenfalls rum. Und alles nur, weil die alte Dame auf dem iPad Tour de France guckt.